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Warum kann man bei Servo-Synchronmotoren die Drehzahl im Feldschwächbereich nicht erhöhen? Der Stator hat doch die Drehstromwicklungen.

Antwort der Redaktion

Auch permanenterregte Synchronservomotoren kann man in der Feldschwächung und damit mit hohen Drehzahlen betreiben, vorausgesetzt des Stellgerät bietet diese Funktionalität auch an. Das Problem liegt jedoch in der Beherrschung des Fehlerfalles. Sperrt das Stellgerät aufgrund eines internen Fehlers seine Impulse, fließt kein Strom mehr in den Motorwicklungen und das Feld wird nicht mehr aktiv geschwächt. Damit wirkt das permanente Feld des Synchronmotors in voller Stärke. Aufgrund der erhöhten Drehzahl induziert dieses Feld an den Motorklemmen und damit am Ausgang des Stellgerätes eine Spannung, die deutlich größer ist als die Nennspannung des Motors. Diese Spannung kann bei fehlenden Gegenmaßnahmen zur Zerstörung des Stellgerätes führen. Eine mögliche Gegenmaßnahme ist das Kurzschließen der Motorklemmen im Fehlerfall.
Stellgeräte, die die Feldschwächung von Synchronservomotoren beherrschen, verfügen also auch über Vorrichtungen zur Begrenzung der induzierten Spannung im Fehlerfall.


 

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