Die Ausgangsspannung bei Halbschrittbetrieb
Durch
eine Modifikation der Ansteuerung läßt sich auch
ein Halbschrittbetrieb realisieren. Die Transistoren werden
in dieser Betriebsart so angesteuert, daß in bestimmten
Zeiträumen beide Wicklungen des Schrittmotors stromführend
sind. In diesem Zustand richtet sich der Läufer des
Schrittmotors zwischen zwei Polteilungen aus und kann damit
einen Zwischenschritt bzw. "Halbschritt" ausführen.
Auf diese Weise kann eine mechanische Umdrehung des Läufers
in doppelt so viele Schritte unterteilt und die Auflösung
der Sollposition verdoppelt werden.
Die Ausgangsspannung bei Mikroschrittbetrieb
Eine weitere Betriebsart stellt der Mikroschrittbetrieb
dar. Bei dieser Betriebsart werden die Ausgangsspannungen
durch Pulsbreitenmodulation nochmals in verschiedene Spannungspegel
unterteilt. Damit können nahezu beliebige Zwischenstufen
realisiert werden und eine mechanische Umdrehung ist in
eine Vielzahl sehr feiner Schritte auflösbar.
Drehmoment und Dynamik
Stellgeräte für Schrittmotoren arbeiten gesteuert.
Sie verfügen nicht über eine Stromregelung. Die
Ströme in den Wicklungen des Schrittmotors stellen
sich "frei" ein. Rückwirkungen aufgrund der
vom Läufer induzierten Gegenspannung werden nicht kompensiert.
Damit ergeben sich Begrenzungen in der maximalen Drehzahl,
im erzielbaren Drehmoment bei höheren Drehzahlen und
im Beschleunigungsvermögen. Schrittantriebe sind deshalb
für Anwendungen im Bereich kleinerer Leistung mit mittleren
Anforderungen an die Dynamik geeignet.
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